Vergrößerung
Vergrößerung Hartwig Ebersbach in seinem Leipziger Atelier, Foto: Monika Ebersbach, 2012
 
11.11.2017 - 25.02.2018 | Max-Pechstein-Ehrenpreis
Ausstellung des Preisträgers 2017: HARTWIG EBERSBACH
Max Pechstein ist in den Zwickauer Kunstsammlungen nicht nur ein eigener Ausstellungsbereich gewidmet, sondern der nach ihm benannte Kunstpreis der Stadt Zwickau bildet zugleich ein „Brücke“ zur aktiv gelebten Tradition der Förderung und Würdigung der Gegenwartskunst.  
 
Im Herbst 2017 vergibt die Stadt Zwickau den Max-Pechstein-Ehrenpreis an den in Leipzig lebenden und 1940 in Zwickau geborenen Künstler Hartwig Ebersbach. Die Preisverleihung findet am Freitag, den 10. November 2017 zur Eröffnung der Ausstellung HARTWIG EBERSBACH – TIME (11. November 2017 bis 25. Februar 2018) in den KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum statt.  
 
Das Werk des Künstlers gehört zu den wichtigsten und eigenständigsten Positionen innerhalb der deutschen Malerei, die bereits in der ehemaligen DDR mit ihrer systemkritischen Haltung überregionale Resonanz erfahren hat. Als einer der bedeutendsten Maler seiner Generation erfuhr Ebersbach bereits internationale Anerkennung.  
Bedeutend für Ebersbachs Kunst waren und sind Erlebnisse, Erinnerungen, vor allem Träume und Reflexionen über die eigene Subjektivität und Individualität. Die Auseinandersetzung mit Mythen, Sagen und Märchen sind wesentlich für sein Werk wie auch die Begegnungen mit exotischen, archaischen Kulturen, die ihn neben der expressiven Malerei mit Max Pechstein verbinden.  
Wichtige Einzelausstellungen oder Beteiligungen fanden u.a. in China und den USA, in Frankreich, Belgien und Japan sowie in der Schweiz statt – und das zum Teil schon vor 1989.  
Der Künstler war in allen großen deutsch-deutschen Ausstellungen und Publikationen zur Kunst des 20. Jahrhunderts präsentiert worden, beispielsweise in den jüngsten Ausstellungen: „Die wilden 1980er Jahre – Figurative Malerei von Neo Rauch bis Rainer Fetting“ im Museum Potsdam – Forum für Kunst und Geschichte, die vielbeachtete Schau „GEGENSTIMMEN – Kunst in der DDR 1976-1989“ im Martin-Gropius-Bau Berlin, „Deutsche Kunst nach 1960“ in Klosterneuburg bei Wien, „KUNST.SCHULE.LEIPZIG - Malerei und Grafik nach 1947“ im Museum der bildenden Künste Leipzig, „Abschied von Ikarus. Bildwelten in der DDR – neu gesehen“, Klassik Stiftung Weimar, Neues Museum Weimar.  
Zudem ist er weltweit in wichtigen privaten wie öffentlichen Sammlungen vertreten (u.a. Ludwig Museum Budapest, Kunsthalle Bremen, Kunstmuseen: St. Petersburg, Wien, Peking, Berlin, Dresden, Leipzig, Chemnitz, Erfurt).  
Hartwig Ebersbachs künstlerisches Talent entwickelte sich in der von Bergbau und Industrie bestimmten Arbeitergegend, gefördert durch die Mal- und Zeichenschule Zwickau und Lehrern wie Tatjana Lietz. In Leipzig an der Hochschule für Grafik und Buchkunst bei Bernhard Heisig ausgebildet, gehörte der Maler bald zur berühmten „Leipziger Schule“ innerhalb der „expressiv-leidenschaftlichen" Gruppe, die internationale Aufmerksamkeit erregte.  
 
Der Max-Pechstein-Preis der Stadt Zwickau wird im deutschsprachigen Raum als Preis für Malerei, Grafik, Plastik und künstlerische Projekte im Zweijahresrhythmus, zweimal hintereinander als Förderpreis für junge Künstler oder Künstlergruppen und einmal, im jeweils 6. Jahr, als Ehrenpreis für das Gesamtwerk eines profilierten Künstlers der Gegenwart verliehen. Nach dem Wiener Künstler Alfred Hrdlicka (1993), dem Publizisten und Sammler Lothar-Günther Buchheim (1999), dem Leipziger Künstler Arno Rink (2005) dem engagierten Grafiker Klaus Staeck (2011) wird im Jahr 2017 der Max-Pechstein-Ehrenpreis zum fünften Mal vergeben und dem Preisträger eine Ausstellung gewidmet.  
Ansprechpartner:
Tel. Museumszentrale 03 75 83 45 10
E-Mail: kunstsammlungen@zwickau.de (*)
* Weitere Informationen zur eSignatur finden Sie in unserem Impressum.
 
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