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Vergrößerung Details eines Epitaphs, um 1666, Umkreis Werkstatt Johann Böhm, Schneeberg, KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum, Foto: Fotoatelier Lorenz, Zschorlau
 
17.11.2018 - 03.02.2019 | Johann Böhm und seine Werkstatt
Kabinettausstellung zur Weihnachtszeit
Erinnert wird an das Werk des heute fast vergessenen Bildhauers Johann Böhm (1595-1667), dessen Schneeberger Werkstatt zahlreiche Kirchenausstattungen – wie Epitaphien oder Engelfiguren – in nachreformatorischer Zeit übernahmen. In Vorbereitung zum 350. Todestag von Johann Böhm fanden im Jahr 2016 und 2017 zahlreiche Forschungen und Symposien statt, die sich mit dem Werk dieses wichtigen westsächsischen Bildhauers erstmals so umfassend beschäftigt haben.  
Am 18. Februar 1595 in Hartenstein geboren, begründete Böhm in Schneeberg eine führende Werkstatt, die über drei Generationen hinweg die Entwicklung der Bildhauerkunst in Westsachsen und Ostthüringen bestimmte. Seine Hauptwerke – sofern sie nicht in den Kriegen verloren gegangen sind – befinden sich noch immer im Zwickauer Raum. Böhms Wirkung steht in enger Verbindung mit der Wieder- bzw. Neuausstattung der Kirchen in nachreformatorischer Zeit, als im Zuge ikonoklastischer Bestrebungen zahlreiche Gotteshäuser ihres mittelalterlichen / vorreformatorischen Schmuckes beraubt wurden und während der Gegenreformation und der Glaubenskriege deren Neuausgestaltung auf der Tagesordnung stand. Johann Böhm und sein ausgedehnter Werkstattbetrieb gehört in der Region des Zwickauer Muldenlandes zu den Wegbereitern und Fortsetzern einer neuen Ikonographie, die in ihren Grundsätzen der lutherischen Lehre folgt.  
Als Ergebnis der Forschungen ist nun eine Ausstellung geplant, um das Wirken dieser Bildhauerwerkstatt auch einem breiteren Publikum zu vermitteln.
Ansprechpartner:
Tel. Museumszentrale 03 75 83 45 10
E-Mail: kunstsammlungen@zwickau.de (*)
* Weitere Informationen zur eSignatur finden Sie in unserem Impressum.
 
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