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Vergrößerung  Raumimpressionen
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Vergrößerung  Chogealls (Palau), 1917
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Vergrößerung  Blumenstillleben mit Calla  und Pfeifenkopf, 1917
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Vergrößerung  Selbstbildnis mit Pfeife, 1946
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Vergrößerung  Ruhende an der See, 1950

„Wände her für Max Pechstein!“ Max Raphael, 1913

Das Max-Pechstein-Museum in den Kunstsammlungen Zwickau

132 Jahre nach Geburt des Künstlers, 58 Jahre nach dessen Tod, knapp 90 Jahre nach der ersten Pechstein Ausstellung in den Kunstsammlungen und knapp 100 Jahre nach Gründung des Museums ist es endlich soweit: Ein eigenes Museum für Max Pechstein in den Kunstsammlungen Zwickau! In vier Räumen werden etwa 47 Gemälde, Skulpturen und kunstgewerbliche Arbeiten aus Pechsteins gesamter Schaffenszeit gezeigt.

Bekannt wurde Pechstein als Mitglied der 1905 in Dresden gegründeten Künstlergruppe „Brücke“ durch seine farbintensiven Gemälde mit Darstellungen von Mensch und Natur. Die Spannbreite seines künstlerischen Schaffens reicht jedoch weit über die bedeutenden Werke aus der „Brücke“-Zeit hinaus.
So werden in den KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum Arbeiten aus sechs Jahrzehnten zu sehen sein. Damit stellt erstmals in diesem Umfang eine museale Dauerausstellung das Werk des herausragenden deutschen Expressionisten vor. Die Auswahl spannt den Bogen von der frühen, 1896 entstandenen Studie des jugendlichen Pechstein bis zum letzten Gemälde aus dem Jahr 1953. Die Schau beinhaltet neben den Landschaften und Stillleben zudem dekorative Werke wie Glasbilder und Skulpturen, aber auch die weniger bekannten Mosaike. Ebenso gehören bisher kaum öffentlich gezeigte Porträts von Familienangehörigen oder das farbenfrohe Spätwerk des Künstlers zu den Besonderheiten dieser Präsentation. Einen absoluten Höhepunkt stellen allerdings die Gemälde dar, die im Anschluss an Pechsteins Reise in die Südsee im Jahr 1914 entstanden sind.

Pechsteins Orte der Inspiration: Nidden, Palau, Leba, Rowe

Häufig reist der Künstler an Orte, die er als Gegenentwurf zum hektischen städtischen Treiben wahrnimmt. Max Pechstein sehnt sich nach einem ursprünglichen, einfachen Leben mit und in der Natur. Seine ausdrucksstarken Bildwelten mit Landschaften am Meer und Menschen bei der Arbeit sind gemalte Visionen der beglückenden Einheit von Kunst und Leben.

Experimentierfeld: Stillleben

Zeitlebens malt Max Pechstein Stillleben. Nach der Südseereise und der kriegsbedingten Schaffenspause entstehen zwischen 1917 und 1918 viele Stillleben. Diese bedeuten ihm eine kreative Zuflucht: Max Pechstein malt heimische und exotische farbenprächtige Blumen und kombiniert sie in schlichten Vasen mit kultischen Masken und Figuren.

Max Pechstein als Porträtmaler

Neben Landschaften und Menschen bei der Arbeit malte Pechstein auch Porträts. Mit kräftigen Farben und kantigen Formen setzt er die Modelle formatfüllend ins Bild. Stärker als früher gibt er reale Eindrücke seines familiären Umfeldes wieder. Pechsteins Selbstbildnisse fallen stilistisch recht unterschiedlich aus und veranschaulichen die große Bandbreite des Künstlers.

Das Spätwerk und Max Pechsteins Erinnerungen an die Südsee

Szenen mit Booten, Badende am Meer, exotische Lebensfreude: Am Ende seines Lebens malt Max Pechstein farbenfrohe und lichtdurchflutete Bilder. Die Erinnerungen an die Südsee verklären sich zu einer heilen Welt, die er mit seiner Kunst bewahren möchte. Es bewegt ihn der Gedanke „… nachzuschaffen, was verloren gegangen ist.“

www.pechstein.de