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Vergrößerung Alexander Pechstein und Oberbürgermeisterin Pia Findeiß bei der Übergabe des Tagebuchs von Lotte Pechstein
 
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Vergrößerung Max Pechstein, Die Lesende, 1909, Gouache (deckende Wasserfarben), Ankauf aus Privatbesitz mit Unterstützung der ZEV (Zwickauer Energieversorgung)
03.07.2015 | Neue Schenkungen für die Kunstsammlungen
Die KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum konnten ihren ohnehin reichhaltigen Bestand an Werken und Dokumenten von Max Pechstein erneut erweitern.  
Alexander Pechstein, Enkel des in Zwickau geborenen Expressionisten, überreichte an Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß im Namen der Urheberrechtsgemeinschaft ein besonderes Geschenk: das Tagebuch von Lotte Pechstein, der ersten Frau Max Pechsteins, das während der Südseereise 1914 entstand. Die Übergabe erfolgte im Beisein von Kulturbürgermeister Bernd Meyer, der Leiterin der KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum, Dr. Petra Lewey sowie von Volker Schneider, dem Geschäftsführer der Zwickauer Energieversorgung GmbH (ZEV). Für den Sommer 2016 (1. Juli bis 25. September 2016) wird eine umfangreiche Ausstellung mit dem Titel „Max und Lotte Pechstein in der deutschen Südsee. Eine Spurensuche“ geplant. Erstmals soll hier diese für Pechstein bedeutende Südseereise anhand von bisher noch nicht ausgewerteten und veröffentlichten Dokumenten wie das Tagebuch Lottes rekonstruiert werden.  
 
Der jüngste Ankauf ist die Gouache „Die Lesende“ aus dem Jahr 1909. Weiterhin vorgestellt wurden die Lithografie „Somme (marschierende Kompanie)“, das Aquarell „Tanzszene: Russisches Ballett“, die Holzschnittmappe „Das Vater unser“ sowie Briefe mit Zeichnungen von Max Pechstein an den Mäzen Dr. Walter Minnich. Der Erwerb dieser Werke wurde durch Spenden der (ZEV) ermöglicht, die das Max-Pechstein-Museum seit 2011 unterstützt. Städtische Finanzmittel mussten nicht aufgewendet werden. Aus konservatorischen Gründen können die Werke künftig nur in zeitlich begrenzten Präsentationen gezeigt werden.  
 
Mit dem Tagebuch von Lotte unterstützt die Urheberrechtsgemeinschaft die Stadt Zwickau ebenfalls nicht zum ersten Mal. Die Familie Pechstein steht den Kunstsammlungen Zwickau seit langem mit Rat und Tat zur Seite. Erst zur Eröffnung des Pechstein-Museums am 11. April 2014 übergab Alexander Pechstein ein einzigartiges Konvolut mit 82 Briefen und 18 Postkarten von Max Pechstein, die er an seinen Sohn Frank schrieb.  
 
Max Pechstein wurde am 31. Dezember 1881 in Zwickau geboren. Die in den letzten Jahrzehnten aus Neuerwerbungen und Dauerleihgaben aufgebaute Sammlung gehört zu den bedeutendsten ihrer Art. Weltweit verfügen die Zwickauer KUNSTSAMMLUNGEN über den umfangreichsten Bestand an Briefen des bekannten Expressionisten und Brücke-Mitglieds. Am 11. April 2014 konnte schließlich – nach umfangreichen Baumaßnahmen – das Max-Pechstein-Museum im Museumsgebäude an der Lessingstraße eröffnet werden. In ihm wird die weltweit größte Dauerausstellung mit Werken Pechsteins gezeigt. Die Auswahl spannt den Bogen von der frühen, 1896 entstandenen Studie des jugendlichen Pechstein bis zu einem der letzten Gemälde aus dem Jahr 1953. Mit den Neuerwerbungen verfügen die Kunstsammlungen nun insgesamt über acht Gemälde, rund 150 Druckgrafiken, Zeichnungen und Aquarelle, zwei Glasgemälde und Mosaiken sowie mehr als 400 Briefe und Postkarten. Zu diesen kommen noch zahlreiche Leihgaben hinzu.  
Ansprechpartner:
Tel. Museumskasse 03 75 83 45 10
E-Mail: kunstsammlungen@zwickau.de (*)
Weitere Informationen:
Beitrag Zwickau TV neue Schenkungen
* Weitere Informationen zur eSignatur finden Sie in unserem Impressum.
 
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