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Vergrößerung Neue Sonderausstellung in den KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum vom 13. Februar bis 8. Mai 2016
 
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Vergrößerung Andrea Isa, Tugend der Sauberkeit. Aus der Serie Die Tugenden der Küchenfrau, Print auf Plane, 180 x 108 cm Courtesy: the artist
13.02.2016 - 08.05.2016 | Desperate Housewives? Künstlerinnen räumen auf
Die Frau und ihre Rolle in Haus und Haushalt – dieses eigentlich ganz private Thema wurde im 20. Jahrhundert zum öffentlichen Schauplatz ideologischer Grabenkämpfe: das altbackene Heimchen am Herd versus die moderne berufstätige Familienmanagerin. In den 1970er und 80er Jahren haben Künstlerinnen aus feministischer Perspektive und mit oft radikalen Mitteln gesellschaftliche Strukturen, Geschlechterhierarchien und Machtverhältnisse hinterfragt und Veränderungen eingefordert. Wie definieren und bewerten wir aber heute diese Rollen und Rollenbilder, wo der Begriff Hausfrau aus dem Sprachgebrauch verschwunden scheint, Frauen selbstverständlich berufstätig sind und Privates und Öffentliches immer schwieriger voneinander abzugrenzen ist? Gibt es tatsächlich eine gerechte Lastenverteilung? Welche Bedeutung hat die Arbeit in Haushalt und Familie heute? Und wer erledigt sie?  
In der Ausstellung DESPERATE HOUSEWIVES? Künstlerinnen räumen auf nehmen Künstlerinnen, geboren zwischen 1936 und 1986, das Haus als Lebens- und Arbeitsplatz erneut ins Visier. Sie reflektieren das weibliche Verhältnis zum Haus und entlarven es als einen Ort voller Widersprüche. Ist es Gefängnis oder Freiraum? Ist die Frau Sklavin oder Herrscherin? Ist Haushalt lästige Pflicht oder vielleicht auch Vergnügen? Öffnet sich hier vielleicht sogar ein ganz individueller Gestaltungsraum abseits der Anforderungen einer turbokapitalistischen Gesellschaftsordnung? Diese Fragen berühren nicht nur unmittelbar die eigene Identität, sondern auch unser gesellschaftliches und kulturelles Selbstverständnis. Und: wo und wie können wir uns noch zu Hause fühlen, wenn heute nichts mehr wirklich privat bleibt und durch Internet und neue Medien die Grenzen zwischen außen und innen sich verflüchtigen? Welche Träume, Wünsche und Lebensentwürfe werden sich in dieser komplexen, globalisierten Welt als zukunftsfähig erweisen?  
Videos, Installationen, Fotografien, Objekte, Gemälde und Zeichnungen von 29 Künstlerinnen geben überraschende, nachdenkliche, ironische, provokante, witzige oder versöhnliche Antworten.  
 
- Beteiligte Künstlerinnen -  
Anna Anders • Astrid Bartels • Monika Bartholomé • Jutta Burkhardt • Barbara Deblitz • Alba D`Urbano • Anke Eilergerhard • Maria Ezcurra • Kerstin Flake • Dorothee Golz • Mona Hatoum • Andrea Isa • Suscha Korte • Susanne Kutter • Alexandra Kürtz • Ori Levin • Rosa Loy • Inge Mahn • Katharina Mayer • Alice Musiol • Gabriela Oberkofler • Pipilotti Rist • Ulrike Rosenbach • Caroline Streck • Rosemarie Trockel • Diane Welke • Barbara Wrede • Andrea Zittel  
 
- Begleitprogramm -  
Sonntag, 14.02., 28.02., 20.03., 01.05., 08.05., jeweils 15 Uhr  
Öffentliche Führungen  
Eintritt: 3 Euro, ermäßigt 1,50 Euro  
 
Dienstag, 08.03., 18 Uhr  
Museumssalon mit Kurzführung, Film (HAUPTROLLE: HAUSFRAU! Das Bild der Hausfrau im Kultur- und Werbefilm von Wolfgang Dresler) & Lesung*  
Frauenabend am Internationalen Frauentag mit Rosa Loy  
Eintritt: 3 Euro, ermäßigt 1,50 Euro; für Frauen freier Eintritt!  
 
Sonntag, 03.04., 16-18 Uhr  
Workshop – Sei dein eigener Modedesigner!  
Kreativnachmittag zum Thema „Haus & Haushalt“  
für Kinder und Jugendliche  
Eintritt: Kinder und Jugendliche frei  
Um Voranmeldung wird gebeten.  
 
Sonntag, 17.04., 14 Uhr  
Kuratorenführung  
mit Dr. Ina Ewers-Schultz, Köln  
Eintritt: 3 Euro, ermäßigt 1,50 Euro  
 
Freitag, 29.04., 18 Uhr  
Vortrag*  
Von Arbeit bis Armut, vom Wunsch zum Kind.  
Paradigmen der Frauen-, Gender- und Queer-Forschung  
Dr. Sandra Berndt, Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung (FraGes) der Universität Leipzig  
Das Konzept von Arbeit ist tief in unserer Kultur verankert, aber schon 1846 stellt Pierre-Joseph Proudhon in seiner „Philosophie des Elends“ fest: „Was also ist Arbeit? Noch niemand hat sie definiert.“ Nach einem philosophiegeschichtlichen Überblick über die Standarterzählung der Arbeit von der Mühsal zum Lebenssinn werden Formen von Arbeit vorgestellt, die das Tätigsein von Frauen in den Mittelpunkt rücken.  
Eintritt: 3 Euro, ermäßigt 1,50 Euro  
 
- Kuratorinnen -  
Ina Ewers-Schultz und Martina Padberg  
 
- Publikationen -  
Zur Ausstellung ist eine Begleitpublikation (16,80 Euro) erhältlich.  
 
- Barrierefreiheit -  
Ein barrierefreier Zugang ist über den Innenhof möglich. Die Dauerausstellung ist eingeschränkt zugänglich und die Sonderausstellung ist rollstuhlgeeignet.  
*Zur Eröffnung der Ausstellung und zu den Veranstaltungen ist für maximal 15 Personen eine induktive Höranlage verfügbar.
Veranstaltungsort:
KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum
Ort:
Lessingstraße 1, 08058 Zwickau
Ansprechpartner:
KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum
E-Mail: kunstsammlungen@zwickau.de (*)
* Weitere Informationen zur eSignatur finden Sie in unserem Impressum.
 
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